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Bauvorschriften-REPORT 2012

Bauvorschriften-REPORT– Info-Dienst für Architekten und Planer automatischer Brandmelder manueller Brandmelder Brandmeldezentrale (BMZ) örtliche Alarmierung Rauchklappen Klimaanlage Löschanlage Brandschutzabschluss Abb. 1: Aufbau einer automatischen Brandmeldeanlage (schematisch) Projektierung vonBMA Die Projektierung einer BMA muss nach den Abschnitten 6.2.2 bis 6.2.12 sowie nach DIN VDE 0833-2 und ggf. -4 durchgeführt werden. Dabei sind die Besonderheiten des Gebäudes oder des Betriebs zu erfassen und bei der Auswahl und Anordnung der Komponenten der BMA zu berücksichtigen. Dabei sind hervorzuheben: besondere Risiken (z. B. EDV-Bereiche oder Hochregallager) gefährliche Bereiche (z. B. durch chemische, biologische, nukleare Potenziale) explosionsgefährdete Bereiche (z. B. durch brennbare Gase, Dämpfe oder Stäube) Zusätzliche Einrichtungen Sofern Brandschutzeinrichtungen vorhanden oder vorgesehen sind, kann die BMA diese im Brandfall ansteuern. Es ist festzulegen, welche dieser Einrichtungen in die BMA eingebunden werden soll. Das betrifft u. a.: Rauch- und Feuerschutztüren Rauch- und Feuerschutzklappen Lüftungsanlagen Aufzugsteuerung Fluchttürsteuerung Blitzleuchten (Kennzeichnung des Feuerwehrzugangs) Die Einbindung einer solchen Einrichtung darf die Funktion der BMA nicht beeinträchtigen oder die Ansteuerung einer anderen Einrichtung nicht behindern. Aufstellungsort der Brandmeldezentrale Die Brandmeldezentrale (BMZ) muss den Anforderungen der DIN EN 54-2 entsprechen. An die Aufstellung der BMZ werden folgende Anforderungen gestellt: Die Lichtverhältnisse müssen leichtes Erkennen und Lesen der Beschriftungen und Anzeigen ermöglichen. Akustische Signale dürfen nicht durch Hindergrundgeräusche gestört werden. Telefonnetz Feuerwehr Übertragungseinrichtung Einsatzleitzentrale Der Aufstellungsort darf ein nur geringes Risiko der Brandentstehung aufweisen. Der Aufstellungsort muss durch Brandmelder überwacht werden. Die Anzeige- und Bedieneinrichtung einer BMZ ist am Anfang des Sicherungsbereichs einzurichten; am besten in einem Bereich, der ständig durch Personen besetzt ist. Tabelle 2: Komponenten von Brandmeldeanlagen Die Bauteile eine Brandmeldeanlage nach DIN 14765 müssen der Normenreihe DIN EN 54 entsprechen. Soweit entsprechende Teile der DIN EN 54 noch nicht vorliegen (derzeit gibt es Entwürfe zu den neuen Teilen 14, 22 und 26 bis 31), gelten die nationalen Normen. Aktuell gültige Teile der DIN EN 54 „Brandmeldeanlagen”: -1 2011-06 Einleitung -2 1997-12 Brandmeldezentralen und A1 (2007-01) -3 2006-08 Feueralarmeinrichtungen; akustische Signalgeber -4 1997-12 Energieversorgungseinrichtungen und A1 (2003-03) und A2 (2007-01) -5 2001-03 Wärmemelder; punktförmige Melder und A1 (2002-09) -7 2006-09 Rauchmelder; punktförmige Melder nach dem Streulicht-, Durchlicht- oder Ionisationsprinzip -10 2002-05 Flammenmelder; punktförmige Melder und A1 (2006-03) -11 2001-10 Handfeuermelder und A1 (2006-03) -12 2003-03 Rauchmelder; linienförmiger Melder nach dem Durchlichtprinzip -13 2005-08 Bewertung der Kompatibilität von Systembestandteilen -16 2008-06 Sprachalarmzentralen -17 2006-03 Kurzschlussisolatoren -18 2006-03 Eingangs-/Ausgangsgeräte und Ber. 1 (2007-05) -20 2009-02 Ansaugrauchmelder -21 2006-08 Übertragungseinrichtungen für Brand- u. Störungsmeldungen -23 2010-06 Feueralarmeinrichtungen – optische Signalgeber -24 2008-06 Komponenten für Sprachalarmierungssysteme; Lautsprecher -25 2009-02 Bestandteile, die Hochfrequenz-Verbindungen nutzen Ausgabe 4.2012 3


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